Santa Cruz de la Palma
Die sympathische Hauptstadt Santa Cruz de la Palma erstreckt sich entlang der Ostküste bis in die grünen Berghänge hinauf. Lebhaft geht es zu in der denkmalgeschützten Altstadt mit ihren anmutigen Kirchen, Klöstern und Bürgerhäusern.
Dem traditionellen Kreuz, welches die spanischen Eroberer am 03. Mai 1493 als Zeichen ihres Sieges über die Ureinwohner in den Boden rammten, verdankt die Inselmetropole ihren Namen.
Klöster wurden gegründet, um die unterworfene Inselbevölkerung zum Katholizismus zu bekehrten.
Geschichtsträchtige Hafenstadt
Die vorteilhafte Lage als westlichste und strategisch wichtige letzte Station auf dem Weg in die Neue Welt machte Santa Cruz de la Palma schon in früherer Zeit zu einem bekannten Umschlagplatz für Waren aller Art.
Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich eine blühende Hafenstadt, in der eine der größten spanischen Handelsflotten vor Anker lag. Angesehene europäische Familien ließen sich nieder, der Handel florierte und rege Bautätigkeit begann.
Santa Cruz - das Tor zur Neuen Welt
Schiffe versorgten sich hier mit Proviant, Wasser und neuen Waren, bevor sie die schwierige Atlantiküberquerung wagten.
Das steigende Handelsaufkommen führte dazu, dass in Santa Cruz die erste Zollstelle für den Amerikahandel eingerichtet wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert exportierte man gewinnbringend Wein, Zucker und Seide.
Reiches kulturelles Erbe
Heute jedoch gilt die einst so bedeutende Hafenstadt, das Tor zur Neuen Welt, mit knapp 20000 Einwohnern hinter Los Llanos nur noch als zweitgrößte Stadt der Insel. Doch noch immer ist Santa Cruz ist Sitz der Inselregierung und der wichtigsten Behörden.
Doch hinsichtlich des kulturellen Erbes ist und bleibt Santa Cruz unübertroffen. Die pulsierende Plaza de España, wunderschöne alte Herrenhäuser, repräsentative Bauten, traditionsreiche Kirchen, kunstvolle Holzbalkone, interessante Museen und viel kanarisches Flair machen den Zauber dieser geschichtsträchtigen Stadt aus.
Piratenüberfälle in Santa Cruz de la Palma
Der rege Handel brachte jedoch Gefahren mit sich: 1553 fielen Piraten unter der Führung von Francoise Le Clerc in Santa Cruz ein, plünderten und brannten die Stadt nieder.
Binnen kürzester Zeit wurde die Stadt glanzvoll wieder aufgebaut und stark befestigt. Zahlreiche alte Bürgerhäuser und Adelspaläste spiegeln den Wohlstand wieder, in dem Santa Cruz während der Zeit des florierenden Überseehandels lebte.
Aufstieg und Untergang der Inselhauptstadt
Mit dem Untergang des kolonialen Reiches ab Mitte des 17. Jahrhunderts jedoch erfuhr auch Santa Cruz de la Palma einen schweren wirtschaftlichen Schlag.
Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte der Schiffbau einen Aufschwung, danach verschwand die Stadt in politischer und wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit.
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